Eine gute Zeit in der WTS Leeds

Die Weltcuprennen in Leeds liegen mir besonders. Ich schätze die beschauliche Universitätsstadt, die anspruchsvolle Strecke und vor allem die begeisterte Menschenmenge entlang der Strecke.

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Die Weltcuprennen in Leeds liegen mir besonders. Ich schätze die beschauliche Universitätsstadt, die anspruchsvolle Strecke und vor allem die begeisterte Menschenmenge entlang der Strecke. Die frenetischen Zuschauer feiern jeden einzelnen Athleten und geben dir den nötigen Rückhalt für den harten Parcours.

Mitten aus einem harten Training reiste ich nach Leeds und hatte den Freitag und den Samstag, um mich etwas zu erholen. Aber schon am Samstagmorgen hatte ich wieder gute Beine und konnte mich so aufs Rennen fokussieren: ich visierte eine Top-20 Platzierung an, dazu brauchte es viel Energie auf dem Velo und dazu eine mehr als solide Laufleistung am Schluss.

Auf dem Pontoon spürte ich mein Herz deutlich schlagen – in der irrealen Stille vor der Startsirene. Es war wieder einmal die Zeit da, um den ersten Teil der Herausforderung so gut wie möglich zu erledigen. Normalerweise war ich unter den ersten fünf Schwimmern bei der ersten Boje und konnte so unbehindert weiterschwimmen.

Aber diesmal war ich nicht vollständig erholt und meine Arme drehten dementsprechend nicht schnell genug: ich erreichte die erste Boje erst als etwa fünfzehnter. Das bedeutete für mich Stress pur, anders als sonst hatte ich vor, neben, hinter, unter mir Leute, die zur gleichen Zeit durchs gleiche Nadelöhr wollten. Die meisten Sportler versuchen in so einer Situation, mit genügend Abstand um die Boje zu kommen, ohne die andern allzu viel zu behindern. Aber einige Athleten sind nicht so nett, es wird mit harten Bandagen gekämpft: runterdrücken, an den Schultern zurückreissen, Beine oder Arme umklammern…

Wenn ich nach unten gedrückt oder massiv behindert werde, muss ich ganz ruhig und fokussiert bleiben, möglichst elegant und ohne zu viel Kraft zu verlieren aus dem Getümmel kommen und den Anschluss halten. Wer das Rennen auf BBC2 verfolgt hat, weiss, was ich meine, bei der ersten und der zweiten Boje hat das Wasser richtig gekocht. Ausserhalb der ersten 10er Gruppe kam ich müde und abgekämpft aus dem Wasser, ich war der Letzte der ersten Gruppe und hatte keine Möglichkeit, mich auf dem Rad der Spitzengruppe anzuhängen. So fand ich mich nach ein paar Minuten in der zweiten Radgruppe neben Blumenfelt und Mola wieder. Die zwei arbeiteten perfekt miteinander, um Zeit auf die Spitzengruppe gutzumachen. Ich war beeindruckt und wusste, dass wir es gemeinsam schaffen würden, die andern einzuholen. Es gelang mir, ganz vorne mitzufahren, die Geschwindigkeit war enorm, und alle mussten wirklich alles geben, um in der Gruppe zu bleiben. Ich wusste, alle wurden müde sein fürs Laufen.

Mit einigen schnellen und engen Kurven schaffte ich es, mich ohne Energieverlust auf der Schlussrunde direkt vor der Wechselzone von der Gruppe abzusetzen, so gelang der Wechsel an der Spitze mit Leichtigkeit und ab ging‘s auf die Laufstrecke. Von Beginn weg habe ich mich gut gefühlt, keine müden Beine trotz des harten Radfahrens. Ich konnte mein Tempo laufen, schaffte die 10 Kilometer mit einem langen Aufstieg (und einem ebenso langen Abstieg) in 33:16.

Für mich war es endlich DAS gute Resultat als richtiger Start ins 2018 – 16. Rang an einem WTS. Ich arbeite weiterhin hart daran, dass es so weitergeht, aufwärts!

Cheers!
Andrea

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