Alanya World Cup

Andrea Salvisberg

„Endlich“ war mein einziger Gedanke als ich vom Rad sprang und fliegend über den blauen Teppich rannte und meinen Wechselplatz mit der Nummer 22 anvisierte.

Die letzten drei Triathlons der Saison 2014 standen vor der Tür. Nach den schlechten Rennen, es waren leider einige, galt es noch ein letztes Mal in der Türkei, Mexiko und Kolumbien zu beweisen, dass ich ein Top 10 Resultat an einem Weltcup erreichen kann. Nachdem ich am Dienstag noch vor einer Klasse stand und mich als neuer PH Student in Zürich in Berndeutsch vorstellte, ging es dann am Mittwoch schon ins Flugzeug Richtung Alanya.

Ich fühlte mich sehr fit, die letzten Trainings zu Hause in Zürich stimmten mich positiv auf einen guten Wettkampf. Zusätzlich hatte ich die letzten Wochen an meiner Ernährung gearbeitet. Zusammen mit Christof Mannhart und Patrik Noack haben wir einen Ernährungsplan erstellt, an den ich mich strikt gehalten habe.

Nachdem ich diese Woche gemäss Ernährungsplan à la „Wasser und Brot“ geschafft habe, freute ich mich riesig auf den Triathlon. Mein Körper war fit, jetzt musste nur noch das Glück im Wettkampf auf meiner Seite liegen. Ich wusste schon vor dem Start, dass es fast sicher keine Spitzengruppe geben wird und sich alles im Laufen entscheiden wird. Das Schwimmen konnte ich relativ locker angehen, mit einem schnellen Start verhinderte ich die Prügeleien um die Bojen. Auf der anschliessenden Radstrecke konnte ich im lockeren Bereich die 40km absolvieren und versuchte mich möglichst nicht in einen Sturz zu verwickeln.

Mit hohem Pulsschlag kam ich dann auf die letzten Meter auf dem Rad und ich wünschte mir einfach gute Beine und einen problemlosen Magen für die abschliessenden 10km. Ich schlängelte mich durch die grosse Gruppe und schaffte es in der letzten engen Kurve sogar die ganze Gruppe hinter mir zu lassen und steuerte als erster auf den Wechselzone-Teppich zu. Nun sprang ich mit Schwung ab und fühlte mich gleich zu Beginn wohl auf den Füssen. Da war ich echt erleichtert, den Magen locker zu fühlen und die Beine liefen mir fast selber davon. Ich wechselte wie immer mit einem Höllentempo und verliess als zweiter Athlet hinter dem U23 Weltmeister Conix die Wechselzone. Wir zogen davon und liessen gleich eine Lücke hinter uns offen. Ich war so zufrieden endlich mal den Speed, den ich diesen Sommer in jedem Training gelaufen bin so durchzuziehen. Bei Kilometer 2 schlossen einige Spitzenläufer zu uns auf und ich war happy nun endlich auch einmal in der Spitzengruppe mitlaufen zu können. Es war sehr motivierend Sven Riederer neben mir zu sehen. Ich versuchte mich an seine Fersen zu heften und wie im Training sein Tempo mitzulaufen. Es war sicher nicht einfach, die Sonne drückte mit Power auf mich runter, die Beine fingen an zu schwächeln und mein Atmen hörte sich schwer an. Nach 6km musste ich dann die Spitze ziehen lassen und mich auf mein Tempo konzentrieren. Die letzten vier Kilometer waren sehr hart und ich versuchte wirklich noch einmal alles zu geben. Leider verpasste ich knapp ein Top 10 Resultat, doch ich war mit meinem 11ten Platz überaus happy. Wieder gab es gute Punkte für das Olympic Ranking und eine riesige Motivation nächste Woche in Cozumel nochmals durchzustarten.

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