Wieder die „Schulbank“ drücken

Seit einer Woche bin ich zurück an der Uni. Während meines Praktikums bei The Adecco Group spielte ich ab und zu mit dem Gedanken, meinen Master an der Universität Zürich zu machen.

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Diese Überlegungen brachen mich schliesslich zur Einsicht, dass meine Ausbildung eines Tages wichtiger sein würde als alles andere – spätestens dann, wenn sich nicht mehr alles um Triathlon dreht, hoffentlich noch nicht sehr bald…

Ich habe die Erfahrungen verpasst, die andere hart erarbeitet haben, um am Arbeitsplatz täglich ihr Bestes zu geben und beruflich weiter zu kommen; aber gleichzeitig habe ich es selber geschafft, durch meinen täglichen Einsatz für den Sport andere, ebenso wichtige Lebenslektionen zu lernen und mich ständig weiterzuentwickeln. Ich habe eine enorme Selbstdisziplin aufgebaut, bin Tag für Tag früh aufgestanden, habe 5-6km im Pool geschwommen, viele Kilometer auf dem Fahrrad auch bei Wind und Regen abgespult und mir x-mal die Füsse wundgelaufen…

Nein, bedauert mich sicher nicht - ich liebe absolut, was ich tue und fühle mich gut dabei, ich habe all die Jahre so hart gekämpft, um an der Spitze zu bleiben, um wieder an die Spitze zu kommen, habe Krankheiten, Verletzungen, Enttäuschungen und Tiefpunkte einfach hinter mir gelassen – denn ich will einen Platz in Tokio im Jahr 2020.

Ja, aber es ist nicht nur das tägliche Schinden des Körpers bis zum Geht-nicht-mehr, es gibt andere Sachen, auf die man sich konzentrieren muss, wenn man erfolgreich sein will: Es ist so schwer, Organisationen, Firmen, Einzelpersonen, Helden hinter den Kulissen zu finden, die bereit sind, dich jederzeit und überall zu unterstützen, dich zu halten, wenn du nicht mehr stehen kannst, dich zu trösten, wenn du traurig bist, und die auch glauben, dass du Erfolg haben wirst. Ich habe so viele Leute hinter mir, die seit Jahren genau das machen: Ihnen bin ich verpflichtet und so unendlich dankbar. Stark gemacht hat mich aber auch, wenn Organisationen, die dich unterstützt haben, sich urplötzlich von dir abwenden und dir lachend ins Gesicht sagen, dass sie dich nicht mehr unterstützen wollen oder können. Das ist, wenn es dich unvorbereitet trifft, bittere Kost, aber du gehst zurück an die Arbeit, freust dich über die tollen Begleiter, die du hast, und gehst weiter, Zug um Zug, Schritt um Schritt.

Und was hat jetzt das mit der Uni zu tun. Es beflügelt meinen Geist während ewig dauernden Trainingseinheiten, es gibt mir Motivation, mich nach langem Sitzen mit Mega-Fokus und Energie in den Sport zu stürzen, während ich gleichzeitig weiss, dass ich das alles für meine Zukunft tue. Und noch etwas, ich liebe die tolle Atmosphäre rund um die wunderbaren Gebäude der Universität Zürich und die Tatsache, dass ich endlich wieder die Schulbank drücke und unter anderen Studenten meinen individuellen Lebensweg weitergehen kann.

Es wird noch mehr Disziplin erfordern, mit Sport und Universität auf hohem Niveau zu jonglieren, aber ich bin motiviert und freue mich auf die Herausforderung.

Cheers,
Florin

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