Podestplatz an den CISM Militär-Weltmeisterschaften 2018, Schweden

Zwei Uniformen begleiteten mich auf dem Weg von Zürich nach Schweden, und beide mussten tadellos sein, schliesslich durfte ich mein Heimatland vertreten.

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Dieses Mal war aber alles ein bisschen anders als ich es sonst gewohnt war an einem internationalen Triathlon der ITU oder der Super League.

Zuerst einmal gab es kein Briefing! Undenkbar an einem Wettkampf der ITU, wo die Teilnahme obligatorisch ist und jeder mit 10 Strafsekunden bestraft wird, der zu spät erscheint – Etwas, das nebenbei gesagt meinem Bruder in Antwerpen natürlich nicht passiert ist. Dazu als Fünfter aus dem Wasser: Kompliment, Bruderherz, well done!

Aber Formalitäten gab es trotzdem genug. Wir mussten zum Beispiel für die Eröffnungszeremonie ziemlich lange warten…

O.K., alle, die beim Militär waren, wissen, dass das ganz normal ist 😉

Kurznotiz für mich: das nächste Mal für solche Gelegenheiten die Kompressionssocken nicht vergessen!!

Herzlichen Dank unseren Top-Supportern Marco Schifferle und Martin Egger, wir wurden alle wirklich optimal für den Wettkampf vorbereitet. Sie gaben uns ein fundiertes inoffizielles Briefing, versorgten uns mit allen nötigen Hintergrundinformationen und ermöglichten uns sogar ein intensives Warmup, indem sie unser Gepäck schleppten – ganz herzlichen Dank, das war cool!

Vor dem Rennen habe ich mich ganz gut gefühlt, ich ziehe es sowieso vor, morgens zu starten. Ich war also ganz frisch und top motiviert, als das Rennen um 09:20 begann.

Der Startschuss fiel und ich musste mich auf den ersten paar Metern gegen meine Mitbewerber durchsetzen, um eine gute Ausgangslage zu haben. Nach recht kurzer Zeit war an dritter Position hinter LeCorre und Aurelien. Dort war es relativ konfortabel, flüssiges Schwimmen und keine Rangeleien. Ich verliess das Wasser mit einem guten Gefühl und hatte einen tollen Wechsel aufs Velo.

So schnell wie möglich versuchten wir ersten, eine schlagkräftige Spitzengruppe zu bilden: zuerst waren wir dann auch in einer Vierergruppe unterwegs, die perfekt harmonierte. Aber auch hinter uns wurde sehr hart gearbeitet, und eine Sechsergruppe konnte auf der letzten Radrunde zu uns aufschliessen, so erreichten wir die Wechselzone schliesslich zu zehnt. Alle hatten hart gekämpft und waren entsprechend müde, eine gute Situation für meine guten Beine an diesem Tag.

Als Achter machte ich mich aufs Laufen – 10 Kilometer. Nur ruhig Blut behalten, sagte ich zu mir selber, 10km sind 10 km. Und schon in der zweiten Runde konnte ich drei Wettkämpfer überholen und lag an fünfter Stelle. Und nach halber Laufdistanz überholte ich den Russen Bryukhankovin, er war zu dem Zeitpunkt Dritter. Ich wartete auf seinen Gegenangriff, aber der kam nie. Auf der letzen Runde wurde es klar, dass ich dieses Rennen auf dem Podium beenden würde!

Ich war so was von glücklich, die 10 Kilometer in 31:56 abzuschliessen und damit eine Medaille an den Militär-Weltmeisterschaften zu holen. Die Allererste für die Schweiz, wie Martin Egger hocherfreut lobte.

Das war mein Tag und es machte mich stolz, stolz Schweizer zu sein und gleichzeitig glücklich, etwas dem Schweizer Militär und Swisstriathlon für die vielen Jahre Unterstützung zurückzugeben.

Ich freue mich auf die nächste Gelegenheit, mich für mein Land auf der Startlinie aufzustellen und zähle auf die entsprechende Unterstützung, die ich für solche Exploits brauche.

Cheers,
Andrea

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