WTS Stockholm

Stockholm – etwas mehr als ein Monat vor meinem wichtigsten Rennen – ist ein letzter Test vor Rio. Es ging darum, im Schwimmen den Anschluss zu halten und im Rad das Hinterrad der Brownlee Brothers nicht zu verlieren. Mein Ziel war eine Top 20 Platzierung, da ich die letzten 3 Wochen krank war. Beides ist mir bestens gelungen und ich kann mit meinem 13. Platz sehr zufrieden sein!

Ein Blick auf die Startliste reichte mir, um zu wissen, dass eine Spitzen-Gruppe wegfahren wird! Varga, Shaw, Aurélien und Schoeman, 4 Top-Schwimmer, die das Feld auseinander reissen werden und 2x Brownlee, die im Rad sofort ein höllisches Tempo anschlagen, werden dazu führen, dass eine gute Spitzengruppe sich deutlich absetzen kann.

Genau so lief es auch ab. Ich musste im Schwimmen um jede Position kämpfen, da ich wusste, dass es zum Wechsel aufs Rad sehr eng würde. Mit Alistar kam ich aus dem Wasser wie in Leeds, (wo ich die Spitzengruppe verpasste!), wechselte aber wie der Blitz aufs Rad und war gleich in der ersten Gruppe und sogar noch vor Alistar. Und es ging los! Wie beim Charitri als Show Triathlon, musste ich hier in Stockholm gleich einmal 400 Watt abspulen, und das erst noch im Windschatten. Es wurde sofort selektioniert, und einige Athleten putze es direkt aus der Spitzengruppe raus. Nach der ersten Runde waren wir zwölf Athleten. Bis dahin hatte ich noch keine Zeit gehabt, aus meiner Flasche zu trinken. Ich wollt immer runter greifen, die Hand zuckte aufgrund einer Kurve, einer Tempoverschärfung oder kleinen Löchern im Boden immer gleich wieder zurück. Zum ersten Mal in einem Rennen kam ich an meine Grenze mit meinem technischen Können auf dem Rad. Die Kurven waren eng und es wurde sehr schnell gefahren! Links, rechts, gerade, sprinten, bremsen, rechts, über Steinpflaster hüpfen, beschleunigen, usw…

Ich schaffte es dann mit müden Beinen in die Wechselzone, und da ging die harte Arbeit erst los. Schon im Bike mussten wir 9x einen Hügel hochfahren und nun im Laufen noch 4x. Es war ein hartes Rennen und ich musste kämpfen, um noch mit meinem 13. Platz ins Ziel zu kommen. Lange lief ich auf Platz 10, doch meine Beine waren zu schwer und so holten mich in den letzten Metern noch 3 Top Läufer der Verfolgergruppe auf. Doch ich war sehr zufrieden und kann mich nun in Davos und St. Moritz gut auf Rio vorbereiten. Es zeigte mir, dass noch ein grosses Stück Arbeit auf mich zukommt! Doch diese Arbeit verrichte ich gerne, wenn dann in Rio de Janeiro an den Olympischen Spielen ein geniales Rennen drin liegt

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