5150 Europameisterschaft Zürich

Nach einem verregneten Frühling ist endlich der Sommer da. Bei sonnigen 35 Grad fand die Triathlon Europameisterschaft auf der 5150 Distanz in Zürich statt. 1.5km Schwimmen, 40km Radfahren und 10km Laufen. Zusammengezählt gibt das 5150, der Namen der neuen, weltweiten Triathlon-Serie.

Mit dabei die Bärner Giele Lukas, Andrea und Florin. Normalerweise werden Berner in Zürich wegen ihrer Bedächtigkeit ein bisschen belächelt. Bei den Salvisberg Brothers ist das aber ganz anders. Als Athleten des ewz power team werden sie jedes Jahr wie Züri Buebe von Anfang an richtig angefeuert. Ein Foto hier, einen Gruss da und noch einmal ein „Hopp Jungs“ vor dem Start, das motiviert.

Das Schwimmen war schnell, jedoch nicht am Limit. Die Salvisberg Brothers verliessen das Wasser in den Top 5, mit dabei der Triathlon Weltmeister Javier Gomez. Dass Lukas, Andrea und Florin schnell schwimmen können, ist bekannt. Nun war man gespannt, wie sich die Jungs mit den besten Velofahrern in der Triathlon-Szene über 40km schlagen würden. Dies ohne Windschatten, wohl bemerkt. Nach einem schnellen Wechseln konnte Florin sich an der Spitze positionieren und machte von Anfang an Druck auf seiner BMC Team Machine. Hinter Florin bildete sich eine Verfolgergruppe von ungefähr 6 Athleten, Andrea und Lukas, dazu Sven Riederer, Javier Gomez, Manuel Küng und Gavin Noble. Bis zu Runde zwei von drei änderte sich nicht viel. Florin konnte seinen Vorsprung bis zu 50 Sekunden ausbauen. Dann passierte aber das eigentlich Unmögliche: Andrea und Florin hatten fast zur gleichen Zeit einen Plattfuss. Bei Andrea war es das Hinterrad. Verzweifelt suchte er bei den Zuschauern ein Ersatzrad, bekam aber leider nur Absagen, da die Zuschauer ihre Rennvelos selber später brauchten. Die Velostation von „Scott“ konnte Andrea dann nach 5 Minuten erfolgloser Suche endlich mit einem Ersatzrad helfen. Fünf Minuten warten, das ist eine Ewigkeit im Triathlon. Florin hatte mehr Glück. Ein Zuschauer stellte sein Vorderrad sofort zur Verfügung und so verlor Florin nur knapp eine Minute Zeit. Somit konnte Florin mit der Gruppe Riederer und Gomez weiterfahren. Lukas konnte lange Zeit mit der Spitzengruppe mithalten, musste aber die Konkurrenz im letzten Anstieg etwas ziehen lassen. Andrea hatte nach seinem grossen Zeitverlust wieder Mühe, gut ins Rennen zurück zu finden, zudem lief sein Hinterrad wegen den integrierten Bremsen nicht mehr rund. Es bedarf einer extremen Konzentration nach so einem Zwischenfall wieder den Fokus auf den Wettkampf zu richten und trotzdem gut zu finishen.

Das Laufen war bei über 35 Grad und an der prallen Sonne keine wirkliche Freude mehr. Es war wirklich aussergewöhnlich heiss. Jeder Wasserstand wurde benutzt, um sich abzukühlen und etwas Flüssigkeit zu sich zu nehmen. Florin musste auf den letzten Kilometer den Briten Nicholls ziehen lassen und platzierte sich schliesslich auf dem fünften Schlussrang. Lukas bekundete etwas Mühe mit der Hitze und wurde 13ter. Andrea kämpfte sich weiter nach vorne und belegte im Ziel den 20. Rang.

5051 ist und bleibt noch nicht das Triathlon-Format der Salvisberg Brothers. Sie trainieren für die Olympischen Spiele in Rio de Janeiro, und da ist das Windschattenfahren erlaubt. Gefeiert werden sie aber in Zürich wie die Gewinner.

Ein Wettkampf ist nicht genug. Lukas und Andrea starteten am Abend noch am Team Sprint Triathlon. Zusammen mit Rahel Küng und der Mutter Renata Salvisberg bildeten sie ein Team. Jeder Athlet musste die Strecke von 300m Schwimmen, 6km Radfahren und 1.5km Laufen alleine nacheinander absolvieren. Frau, Mann, Frau, Mann. Das war die Reihenfolge. Rahel, Lukas und Andrea hatten den zweiten Wettkampf an diesem Tag, es lief aber erstaunlich gut. Klar, die Beine waren müde, aber das spielte im Wettkampf keine Rolle, denn jeder gab Vollgas fürs Team. Andrea konnte am Schluss als Zweiter das ewz power team ins Ziel laufen. Einzig die Schweizermeister vom 2012, das Tri Team Oensingen, war schneller als das Heimteam von ewz mit den Salvisbergs.

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