Murten Triathlon

In Murten fand der letzte Swiss Triathlon Circuit dieser Saison über die olympische Distanz statt. Mit dabei die beiden Berner Brüder Andrea und Lukas. Abwesend war der jüngste der Salvisbergs, er nahm an der U23 WM in London teil. Eine sehr lange und anspruchsvolle Saison geht zu Ende, die Athleten sind müde. Wie schon bei Florin am Donnerstag mit seinem 14. Rang an der WM machte sich auch bei Lukas und Andrea im Vorfeld des Wettkampfes die lange Saison bemerkbar.

In einer solchen Situation ist die mentale Stärke ein sehr wichtiger Faktor. Alle drei Brüder sind erfahrene Triathleten und wissen um die Problematik der überlangen Saisons. Dazu kommt, dass endlich wieder einmal ein Triathlon in Bern stattfindet. Ein Heimrennen für die Salvisbergs sozusagen, Müdigkeit hin oder her, alle drei geben ihr Bestes.

Das Schwimmen verlief ganz nach Plan. Andrea übernahm die Führungsarbeit auf den 1500m im Murtensee. Die Pace war sehr schnell, nur Nils Anderlind vermochte mitzuschwimmen. Beim Schwimmausstieg wurden die Athleten tatkräftig angefeuert. Es ist immer wieder unglaublich, wie viele Fans es an einem solchen Event hat. „Die Stimmung war einfach toll“, so Andrea nach dem Rennen.

Das Glück stand aber anfangs nicht auf der Seite der Salvisberg Brothers. Bereits nach 2km Radfahren wurde das Spitzentrio von einem Bahnübergang gebremst. Über eineinhalb Minuten mussten die Athleten warten. Nach einer Minute schloss sich Patrick Rhyner den drei Führenden an. Gemeinsames Warten war angesagt. „Mental ist das extrem hart, regungslos zu warten während des Wettkampfs, du kannst dich nicht einmal richtig erholen,“ erklärte Lukas nach dem Triathlon. Wer in so einer Situation im Kopf das Beste draus machen kann, gewinnt das Rennen. Die folgenden 45 Kilometer entlang des Murtensees waren doch ziemlich anspruchsvoll. Viel flache Abschnitte mit Gegenwind, Steigungen und schnellen Abfahrten warteten auf die Athleten. Etwas unangenehm waren die grossen Fliegen-Schwärme auf der Strasse. Die Athleten wurden nicht vorgewarnt; und – von Auge kaum zu sehen – rasten in vollem Tempo mitten in einen Schwarm, wirklich nicht sehr angenehm. Leider kam auch vor, dass eines dieser Viecher im Mund landete… Gemotzt wurde aber nicht wirklich, es wurde am Limit gefahren.

Zurück in der Wechselzone, zeigte Andrea dem Publikum wieder einen schnellen Wechsel und lief als erster der Pro-Kategorie auf die Laufstrecke. 2 x eine Runde à 5km war zu absolvieren. Andrea zeigte klar, dass er die beste Form hatte und gewann den Triathlon in 1 Stunde und 55 Minuten. Zweiter wird sein Bruder Lukas und auf dem dritten Platz läuft der Tessiner Nils Anderlind ins Ziel.

Lukas, happy, dass er eine super Saison hinter sich hat, klassiert sich im Gesamt Circuit auf Platz 2 hinter Sven Riederer. Er geniesst nun seine verdiente Trainingspause. Andrea als Gesamtdritter ist am gleichen Abend noch nach London geflogen, um die Athleten an der WM anzufeuern. Er wird diese Saison noch nicht beenden, auf dem Plan steht noch ein Weltcup in Spanien.

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