Trainingslager Lanzarote

Andrea: Die Saison 2014 startet mit dem ersten Weltcuprennen in Mooloolaba, Australien, schon in etwa einem Monat.

Damit wir uns schon mal an die Hitze gewöhnen konnten, liessen wir, Florin und ich, die kalte Schweiz hinter uns und erkundeten mit der ganzen Nationalmannschaft neues Terrain. Nach drei Jahren auf Gran Canaria war nun die Nachbarinsel Lanzarote dran. Die Erwartungen waren hoch, denn Gran Canaria hatte schon fast alles, was die Salvisberg Brothers als Winter-Basislager benötigen: Sonne, Schwimmbecken, Berge, oldschool Coffeeshops, freundliche Inselbewohner und ein paar Bars.

Die erste Woche in Lanzarote war aber leider kein Genuss, die an sich wunderbare Insel zeigte uns die kalte Schulter und sich selber von der hässlichsten Seite. Keine Sonne, Regen, Regen und nochmals Regen, logischerweise nur leergefegte Strassen auf der ganzen Insel (wer wohnt in all diesen Häusern?), und als Kletterpartie nur einen einzigen Berg auf der Insel. Nicht cool. Sogar beim Einchecken am ersten Tag war das Personal an der Rezeption unfreundlich zu uns. Sie meinten zu jeder vollen Stunde, dass wir noch eine weitere Stunde warten müssten. Schliesslich konnten wir um 18:00 Uhr einchecken, nach fünfmal fragen „…is the apartment ready“? „Sorry, one hour to go“.

Doch wir wären nicht die Salvisberg Bros, wenn wir bei solchen Bedingung im Apartment sitzen und unsere Oma anrufen würden. Wir trainierten sogar umso mehr, genau gesagt 32h! Das war ganz klar ein Rekord, umso mehr, als dass die Intensität sehr hoch war. Steffen Grosse leitete die harten Bahntrainings und führte uns an vorderster Front durch den tobenden Wind auf der Insel, während Brett Sutton die berühmt-berüchtigten Schwimmtrainings kreierte. Das Wasser tobte, die Räder quietschten und die Brooks wurden vom Boden erbarmungslos durch geschliffen!

Als Belohnung für unsere Bemühungen hatte der Wettergott dann doch noch ein Einsehen, in der zweiten Woche verwöhnte er uns mit schön starken Sonnenstrahlen – den ganzen Tag. Stolz packten wir die gesponserte Daylongs aus und bereiteten uns auf die 4h Hard-Bike vor. Wichtig war, dass im hartem Training der Körper bei solcher Hitze und Sonne kühl und geschützt bleibt, und da hilft nur eincremen.

Den Ruhetag am Sonntag nutzten wir als Surfing-Day in den tollen Wellen, doch zu viel Gas durften wir nicht geben! Am Montag vor der Rückreise war noch das letzte Bahntraining; 30-40 mal 200m kontrolliertes Stil-Laufen. Das braucht höchste Konzentration, Knie hoch, lockere Schultern und aus den Hüften heraus Druck geben, …und wenn du da am Tag vorher dem Hai davon gesurft bist, hast du nicht mehr genug Power im Kopf dafür.

Mal schauen ob wir das Training noch überleben, bevor es mit dem Flieger endlich wieder in die immer auch wieder schöne Schweiz zurückgeht.

Bis bald, die Salvisberg Bros

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