WTS Abu Dhabi

Am letzten Wochenende war es wieder soweit, die verschiedensten Nationen bekriegten sich in der World Triathlon Serie um ihre Farben an der Spitze zu präsentieren. Die Frage wird wieder sein, ist dieses Jahr Spanien oder England die führende Weltmacht im Triathlon oder kommt auch einmal eine neue Nation ins Spiel. Wir Schweizer haben da leider noch überhaupt nichts mitzureden. Aber das kann sich in den nächsten paar Jahren schnell ändern. Bei den Engländern hat es ja auch mit zwei Brüdern begonnen…

Mittwochabends kamen wir in Abu Dhabi an. Ich fühlte mich schon von Beginn an sehr wohl in dieser Stadt. Am Flughafen war der goldene Porsche das Highlight, doch natürlich auch die Menschen in ihren weissen und schwarzen Gewändern gefielen mir sehr gut. Es fühlte sich an wie in einer der Geschichten von „Tausendundeine Nacht“.

Die Temperaturen mit 25 Grad waren angenehm und die Sonne strahlte am blauen Himmel von morgens bis abends. Was gibt es schöneres als im Winter weg von der Kälte um dort ein Weekend zu geniessen.

Nein, kein gemütliches Weekend… Training, Vorbereitung und nervös sein waren meine täglichen Angelegenheiten. Am Donnerstag fand das Briefing statt, es war schön wieder alle Freunde und Gegner in der Triathlon-Szene anzutreffen. Wir haben es immer lustig zusammen. Am Freitag fanden dann das Swim-Warmup und die Bike-Familiarization statt; dabei konnte man den Wettkampfsplatz, die Strecken und die mächtige Zuschauer-Tribüne anschauen – das war sehr eindrücklich.

Schlussendlich war dann am Samstag das mühsame Warten auf den Wettkampf angesagt. Dabei habe ich die Zeit mit lesen, lernen und musikhören verbracht.

Um 16.00 Uhr stand ich dann am Strand vom SailClub Abu Dhabi bereit und wartet von den Official`s eingereiht zu werden. Ich fühlte schon meinen Herzschlag im Handgelenkt und lockerte meine Beine. Ich sah die Athleten rings um mich herum an und bemerkte, dass die ja noch um einiges nervöser waren als ich. Da fühlte ich mich schon langsam wie im Flim der „Gladiator“ mit Russell Crowe. Die ersten 200m im Rennen können echt brutal sein; Luftknappheit, Schläge und Abdrängen sind wenige von vielen Gefahren im Massenstart. Und so tat mir der kleine Junior neben mir schon etwas leid, er sah nicht so aus, als würde er die erste Boje überleben.

Ich hatte, wie man auf Facebook schon sah, einen extrem schnellen Start eundrreichte die Boje als Dritter. Da war es ein leichtes, das Wasser nach 750m in den ersten 20 zu verlassen. Wie ich auf dieser Strecke erwartet hatte, waren fast alle Athleten zusammen auf dem Rad. So versuchte ich so locker wie möglich zu fahren. Doch bei diesen engen Kurven wurde ein immens hohes Tempo gefahren. Ich musste auch im Windschatten um die 300 Watt fahren und schaffte es fast nicht die Position in den ersten 20 zu halten. Ab und zu war ich sogar in dem hintersten Teil der Gruppe, doch dies erschien mir als ein zu grosses Risiko um in einen Sturz verwickelt zu werden. 60 Triathleten auf einer Strasse mit zwei Spuren war schon etwas kriminell, doch genau dass macht es eben auch spannend.

Die abschliessenden fünf Kilometer-Laufen verliefen mir für meine momentane Form eigentlich sehr gut. Ich wurde 33ter, lief nach einem extrem harten Rad noch 15 Minuten und 50 Sekunden und war im Ziel total erschöpft. Dazu kommen 77 Punkte für die Olympia Qualifikation – ich habe mein Ziel erreicht. Nun heisst es die nächsten Wochen aufbauen, an Ostern ins Trainingslager nach Fuerteventura zu fahren und Ende April dann nach Südafrika fliegen. In Cape Town findet der nächste WTS Triathlon Wettkampf statt. Mein ist Ziel ist ein Top 20!

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