WTS Cape Town 2016

Das erste WM-Rennen mit einem 15. Platz, das zweite mit einem 10ten! Viel besser hätte ich nicht in die Olympia-Saison starten können. Was passiert wohl am dritten Rennen in Leeds?

Ich hatte eine 4wöchige Vorbereitung mit meinem Trainer Louis Heyer geplant, welche das Trainingslager Fuerteventura und den Wallisellen-Triathlon beinhaltete. Es ist nicht alles top gelaufen, ein Radsturz auf den Kanarischen Inseln hat mich im Schwimmen für eine Woche ausser Gefecht gesetzt, und eine kurze Krankheit vor dem Trainingslager meine Trainingsfitness ausgebremst. Warum hätte auch alles perfekt sein müssen, meine perfekte Woche des Jahres liegt ja erst noch vor mir, vielleicht ist es ja der 18. August an der Copacabana!

Nun, wichtig war, dass ich mich fit fühlte und das Selbstbewusstsein da war. Und davon war genug da. Ich freute mich wie schon im letzten Jahr auf den Start, da Kapstadt einfach eine hammerschöne Stadt ist. Ich schätzte es von neuem, wie nett die Leute waren und wie interessant der Hafenbereich und die Landschaft rund um den Tafelberg sich präsentierten!

So stand ich beflügelt auf dem Pontoon und konnte es kaum erwarten, in das 15 Grad kalte Wasser zu springen, in dem zu unserer Freude spielenden Robben zu sehen waren. Die Robben waren dann aber schnell verschwunden, der Speed der 65 wild um sich schlagenden Männer löste entsprechende Wellen aus. Ich konnte mich nach 300m an der ersten Boje schon in den ersten 5 behaupten und wusste, dass heute was gehen konnte.

Ich verliess das Wasser in den Top 10 und reagiert in der Wechselzone sehr schnell. Ich war mir schon vor dem Rennen bewusst, dass es eine Spitzengruppe gehen würde und beim Ausstieg zeichnete sich dies schon ab. Jetzt ging’s um alles oder nichts. Ich liess mich nicht von der Gefahr, die Gruppe zu verpassen, stressen und sprang als 11ter aufs Rad, hinter mir eine grosse Lücke! Eine oder zwei Sekunde länger beim Helm anziehen, und ich hätte nun 300 Watt mehr drücken müsse, um dranzubleiben. Doch ich war flink und befand mich sofort am hintern Rad des Neuseeländers in der Spitzengruppe. Well done! Dies war einer der Punkte, die mich in Cape Town zu einem Top-Resultat verhalfen. Wichtig ist, sich vorausschauend zu verhalten, um so wichtige Energie zu sparen. Dazu gehört es auch, die Kurven so nah wie möglich hinter den Konkurrenten zu fahren, regelmässig zu trinken oder auch bei Ablösungen keinen Sprint zu machen, sondern einfach leicht zu beschleunigen. Ich erledigte meinen Teil an Führungsarbeit und wir hatten als 14köpfige Spitzengruppe 25 Sekunden Vorsprung auf die grosse Verfolgergruppe. Ich war mir bewusst, wie stark meine momentane Laufleistung war und hatte beim Wechsel aufs Laufen überhaupt keine Zweifel.

Ich lief mit einem sehr guten Gefühl aus der Wechselzone und konnte mich innerlich richtig freuen. Endlich war ich an einem langersehnten Punkt angelangt, an dem ich mich ohne Magenprobleme und mit einer guten Laufleistung an einem WTS behaupten kann. Nach einem sehr harten Radfahren lief ich mit immerhin noch 15min und 11sek über die etwas mehr als 5km ins Ziel. Ich war total am Ende und musste mich kurz hinlegen , doch die Freude über meinen 10ten Rang gab mir bald wieder die nötige Energie, aufzustehen und mit den andern zu feiern.

Für mich war es ein äusserst wichtiges Rennen und entsprechend ein super Resultat, denn dies zeigte mir, dass ich auf dem richtigen Weg nach Rio bin!

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