WTS Stockholm 2014

Anfang des Jahres als bei meiner Saisonplanung Stockholm auf meinem Wettkampfsplan stand, war ich mehr als happy. Denn ich bin ein grosser Fan von Schweden, schon als kleiner Junge interessierten mich die schwedischen Wikingern “Waräger” und ihre Handels- und Erkundungsreisen mit ihren Schiffen.

Auch ich habe meine Geschichte in Stockholm. Ich hatte vor 2 Jahren mit dem 23ten Platz mein erstes top WTS-Resultate erreicht. Damals erkämpfte ich mir diese Rangierung mit einem sehr schnellen Schwimmen, einer guten Radzeit auf gefährlich engen Strassen durch Stockholm und einem anschliessenden harten Lauf mit vielen Pflastersteinen. So wollte ich dieses Jahr wieder mit einem tollen Ergebnis mein Selbstvertrauen ausbauen.

Nun im Vorfeld lief das Training und die Vorbereitungen schon mal super. Das Abschlusstraining zu Hause in Zürich liess mich auf einen schnellen 5km Lauf in Stockholm hoffen. Nach einem kurzen Flug und der Ankunft im Hotel fühlte ich mich, als würde ich nach zwei Jahren wieder nach Hause kommen. Überall sind die Schweden äusserst freundlich und sprechen mich sogar auf Schwedisch an, da sie denken, dass ich auch ein Schwede bin. Das freut mich natürlich und gibt mir ein gutes Gefühl willkommen zu sein.

Leider lief dann der Wettkampf alles anders als geplant ab. Der Start fiel am Samstag um 12:45 Uhr mit dem Triathlon-Horn. 66 Athleten sprangen gleichzeitig mit mir ins Wasser. Ich schwamm wie immer sehr schnell los und war unter den ersten 20ig bei der ersten Boje. Doch da kriegte ich leider wieder übel aufs Dach und wurde innert Sekunden weit nach hinten gereicht. Noch nie hatte ich solche Angst nicht mehr aufzutauchen und versuchte immer wieder nach Luft zu schnappen. Während ich versuchte um die Boje zu schwimmen, blockierte mir per Zufall einer auf der linken Seite den Arm und genau zur selben Sekunde ein anderer auf der rechten Seite den Arm. Ich stand still und wurde regelrecht überschwommen, kein Entrinnen war möglich, ich musste mich neu orientieren und verlor dabei viel Zeit.

So verliess ich das Wasser als einer der letzten Schwimmern. Aufgeben gibt es bei mir nicht, so versuchte ich nun also doch noch mein Bestes zu geben. Zum Glück bin ich momentan so stark auf dem Rad, so konnte ich ohne Probleme auf die Verfolger-Gruppe mit Sven Riederer auffahren. Mein Ziel galt nun dem locker bleiben, der Konzentration auf einen guten abschliessenden 5km Lauf und dem Minimalziel von einer Top 25 Klassierung. Aber leider auch damit wurde es heute nichts und schliesslich musste ich als enttäuschender 40igster ins Ziel laufen.

Nach dem Wettkampf hatte ich mich schnell wieder gesammelt und dachte an nächste Woche – den World Triathlon Series Final in Edmonton, Kanada. Ich habe also noch eine Chance auf ein gutes letztes Punkterenne bevor die Saison zu Ende geht.

Wünscht mir Glück, denn dies kann ich gut gebrauchen.

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